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Über CFA Institute Das CFA Institute ist ein internationaler Non-Profit Berufsverband für Finanzanalysten und Investment-Experten, der weltweit das Chartered Financial Analyst®-Programm (CFA®), ein berufsbegleitendes Postgraduierten-Studium, verwaltet und durchführt. Seine rund 100.000 Mitglieder aus 137 Ländern (darunter ca. 86.000 CFA®-Titelträger) sind weltweit in 136 Lokalverbänden in 57 Staaten organisiert. Hauptsitz ist Charlottesville, Virginia, USA. Die Organisation unterhält Zweigstellen in Hongkong, London, New York und Brüssel. Lesen Sie mehr....
Über German CFA Society Die German CFA Society wurde im September 2000 als Lokalverband des CFA Institute gegründet. Die German CFA Society ist mit rund 1.400 Mitgliedern, in der Mehrzahl Analysten und Asset Manager, nach Großbritannien und der Schweiz die drittgrößte CFA-Vereinigung in Europa. Der Verband hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Die German CFA Society ist wie ihr internationaler Mutterverband eine Non-Profit Organisation. Lesen Sie mehr...
Pressemitteilungen |
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19.08.2010Chartered Financial Analyst (CFA)-Examen in 185 Städten weltweit / 1.771 Kandidaten in Deutschland
Frankfurt am Main, 19. August 2010 – Von den 111.731 Kandidaten, die in diesem Jahr an einer der drei Prüfungsstufen zum Chartered Financial Analyst (CFA) teilnahmen, absolvierten 42 Prozent das Examen mit Erfolg. Die dritte und entscheidende CFA-Prüfung („Level III“), deren erfolgreicher Abschluss die wichtigste Voraussetzung zum Erwerb des CFA-Titels ist, bestanden weltweit 9.880 Kandidaten. Die Tests wurden in 255 Prüfungszentren in 185 Ländern rund um den Globus durchgeführt. In Frankfurt am Main und München nahmen im Juni 1.771 Kandidaten an den Examen teil. Das berufsbegleitende CFA-Programm gilt als weltweit führender Qualifizierungsstandard für professionelle
Investoren und Finanzanalysten.
Weitere Globalisierung der Finanzindustrie Von den 111.731 Kandidaten kamen beim diesjährigen Examen 25.311 aus der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika). 45.590 Prüflinge nahmen in der Asien-Pazifik-Region an den Prüfungen teil, 40.830 entfallen auf Nord- und Südamerika. Um den CFA-Titel zu erlangen, müssen die Kandidaten insgesamt drei - jeweils sechsstündige - Prüfungen („Level I – III“) bestehen. Im Schnitt benötigen erfolgreiche Kandidaten 300 Stunden Vorbereitungszeit für jede Prüfungsstufe und insgesamt vier Jahre für alle Tests. Voraussetzung für den Erwerb des CFA ist eine mindestens vierjährige Berufserfahrung in der Investmentindustrie. Das Curriculum umfasst Kerngebiete der Finanzindustrie und wird jedes Jahr weiter entwickelt, um der Komplexität und Globalisierung der internationalen Kapitalmärkte gerecht zu werden. Zu den Inhalten gehören Bilanzierungsregeln, Corporate Finance, quantitative Methoden, Aktien, Anleihen, Alternative Investments, Derivate, Portfolio Management sowie ethische und berufliche Richtlinien. Das erste Examen (Level I) wird zweimal im Jahr (Juni und Dezember) abgehalten, während die Prüfungen der zweiten und dritten Stufe jeweils nur ein Mal im Jahr im Sommer stattfinden. Die Testzentren in Deutschland befinden sich in Frankfurt am Main und München.
„Den erfolgreichen Kandidaten der dritten Prüfungsstufe wird im Dezember dieses Jahres offiziell ihre CFA-Charter überreicht. Die Zahl der Finanzexperten, die den international anerkannten CFA-Titel auf der Visitenkarte tragen dürfen, wird damit weltweit auf über 90.000 steigen“, erläutert Dr. Iris Uhlmann, CFA, Pressesprecherin der German CFA Society.
„Die Zahl der Chartered Financial Analysts in Deutschland steigt weiterhin an und wird noch dieses Jahr auf über 1.500 steigen. Die Karrierechancen für Investment Professionals mit CFA-Abschluss sind im deutschen Markt ausgezeichnet – sei es im Portfolio Management, in der Finanzanalyse, im Investment Banking oder in der Vermögensverwaltung“, ergänzt Jan Altmann, Geschäftsführer der German CFA Society. 09.07.2010EBS Business School wird CFA Program Partner
Frankfurt, 9. Juli 2010 – Das CFA Institute und die EBS Business School haben eine Partnerschaft für das Berufsbildungsprogramm zum Chartered Financial Analyst® (CFA®) vereinbart. Dies ist die erste Kooperation dieser Art mit einer privaten deutschen Hochschule. Die EBS Business School zählt zu den renommiertesten betriebswirtschaftlichen Fakultäten des Landes und ist Pionier unter den deutschen Business Schools. Als eine der ersten deutschen Hochschulen hat sich die EBS mit ihrem international ausgerichteten und praxisorientierten Lehrprogramm einer verantwortungsvollen Management-Ausbildung verpflichtet.
Lebendiger Austausch zwischen Theorie und Praxis Ab dem Herbstsemester 2010 können sich Studenten des Studiengangs Bachelor in General Management an der EBS Business School im Rahmen ihres Studiums auf den international anerkannten CFA-Charter vorbereiten. Die Lehrinhalte des EBS-Studiengangs weisen sehr große Übereinstimmungen mit dem Curriculum für die erste Prüfungsstufe zum Chartered Financial Analyst auf. Das macht die Vorbereitungen auf den CFA-Abschluss für studentische Kandidaten sehr viel effizienter. Der Vorteil für angehende Investmentexperten: Die Kombination von akademischer Ausbildung und praxisorientierter beruflicher Qualifikation erleichtert ihnen den Einstieg in die Finanzbranche und erhöht ihre Karrierechancen.
Vorstandsmitglied der German CFA Society Harald Bareit, CFA, koordiniert die Partnerschaft mit der EBS Business School: „Wir freuen uns, mit der EBS Business School eine der führenden Hochschulen Deutschlands gewonnen zu haben. Die intensive Studienbetreuung und die Nähe der Hochschule zum Finanzplatz Frankfurt sind bedeutende Vorteile für die Wahl zum CFA Program Partner. Wir rechnen in den nächsten Jahren mit einer dynamisch wachsenden Zahl von studentischen CFA-Kandidaten.“
Exzellente Fachkenntnisse und starkes Verantwortungsbewusstsein Edward Bace, CFA, Head of Education (EMEA) beim CFA Institute in London ergänzt: „Als Berufsverband entwickelt das CFA Institute hohe und einheitliche globale Standards sowie berufliche Verhaltenskodizes für die Investmentbranche. Es setzt sich weltweit für Integrität, ethisch korrektes Verhalten und hervorragende Leistung von Finanzexperten ein. Daher ist der Studiengang Bachelor in General Management der EBS Business School durch den Schwerpunkt Wirtschaftsethik ein idealer CFA Program Partner.“
Prof. Dr. Ferdinand Mager, CFA, Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Bank- und Finanzmanagement, betreut die Partnerschaft an der EBS Business School: „Wir freuen uns sehr über die Aufnahme in das CFA Partnerprogramm und über die Anerkennung, die unserem anspruchsvollem und praxisorientierten Finance Program damit zuteil wird. Die EBS hat sich bereits lange vor der Finanzkrise einer verantwortungsvollen Management-Ausbildung verpflichtet. Im Ausbildungsprogramm der EBS spielen, ebenso wie beim CFA Institute, neben der hohen fachlichen Qualifikation, ethische Grundsätze und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein eine gewichtige Rolle.“ In diesem Zusammenhang sind in Kooperation mit der German CFA Society jährlich stattfindende Workshops zum Thema Kapitalmarktethik geplant.
Einen Vorteil verspricht sich Prof. Mager auch durch die weltweite Vernetzung der beiden Partner: „Durch die Kooperation mit dem CFA Institute wird unsere Position in unserem weltweiten Netzwerk mit 180 Partneruniversitäten weiter gestärkt. Wir sind sehr gespannt auf die Impulse, die von unserer gemeinsamen Arbeit sowohl deutschlandweit als auch auf internationaler Ebene ausgehen werden.“ Ab Herbst werden Studentengruppen der EBS an der „Global Investment Research Challenge“ des CFA Institute teilnehmen, um im wissenschaftlichen Wettstreit mit anderen Universitäten die Arbeitswelt von Investmentexperten und Analysten kennenzulernen.
Ausgewählte Universitäten für den internationalen Bildungsstandard CFA Die EBS Business School ist nach der Universität Mannheim der zweite CFA Programm Partner in Deutschland. Aktuell unterhält das CFA Institute weltweit 122 CFA Program Partnerships, darunter mit 44 Partner-Hochschulen in Europa, Afrika und im Nahen Osten. Um die Qualität der Ausbildung zu sichern, geht das CFA Institute universitäre Partnerschaften nur mit international angesehenen Hochschulen ein. Diese bestehen beispielsweise bereits mit der New York University, der Bocconi Universität in Mailand oder der französischen Elitehochschule HEC (Hautes Etudes Commerciales) in Paris. 2006 wurde die erste Partnerschaft zum CFA-Programm mit der Saïd Business School, University of Oxford (U.K.) geschlossen.
24.06.2010
Bericht vom Medienseminar der German CFA Society
Frankfurt am Main, 24. Juni 2010 – In einer aktuellen Erhebung des CFA Institute unter 590 Investment-Experten äußern sich 48 Prozent der Befragten besorgt über die mangelnde Kompetenz und Unabhängigkeit der Entscheidungsträger in deutschen Konzernen.
Die Diskussion zum Thema Kontrolle und Transparenz am Finanzplatz Deutschland wird sich nach Meinung der German CFA Society in den nächsten Wochen verschärfen: Jüngste Unternehmenstransaktionen – unter anderem Arcandor/Sal. Oppenheim, Schäffler/Continental und BayernLB/Hypo Alpe Adria – haben bereits gezeigt, dass sowohl eigen- als auch fremdkapitalfinanzierte Fusionen und Übernahmen erhebliche Risiken bis hin zur Insolvenzgefahr bergen.
Im Rahmen eines Medienseminars der German CFA Society in Frankfurt am Main diskutierten Philipp J. Petry, Analyst der Erames GmbH, Prof. Dr. Ralf Sabiwalsky, Institut für Bank und Finanzwirtschaft, Freie Universität Berlin, Wolfgang Essler, Director von Duff & Phelps sowie Dr. Kerstin Dodel und Dr. Iris Uhlmann der German CFA Society, heute Wege, wie sich Risiken für Anleger und Gläubiger - Insolvenzgefahren, Betrugsmomente, Kapitalvernichtung - in komplexen Situationen frühzeitig erkennen lassen.
Typen von Risiken bei Übernahmen und Finanzierungen Risiken bei Eigenkapitalinvestitionen und Finanzierungen entstehen nicht allein aus der allgemeinen Kapitalmarktentwicklung, sondern sind häufig auf Fehleinschätzungen unternehmerischer Entscheidungen oder sogar auf Verantwortungsmissbrauch und Falschangaben zurückzuführen. Zwar hängt die Rendite bei beiden Formen in entscheidendem Maße vom künftigen Unternehmenserfolg ab. Kapitalgeber haben jedoch ein Informationsdefizit gegenüber den Entscheidungsträgern in den Unternehmen. Sie können daher deren Eigeninteressen, Einflussgrößen auf den Unternehmenserfolg und damit verbundene Risiken nur schwer einschätzen. „Gerade vor dem Hintergrund einer erwarteten Belebung des M&A-Marktes in Deutschland gilt es, typische Ursachen für Fehlentscheidungen und -informationen in M&As und Leveraged Buy-Outs frühzeitig zu identifizieren“, so Dr. Kerstin Dodel.
Früherkennung von Risiken
Welche Instrumente und Schutzmechanismen sind geeignet, um Fehlentscheidungen und aus Eigeninteresse geleitete Entscheidungen von Managern zu vermeiden? Bedarf es zum Schutz der Investoren und Kreditgeber – Banken, Versicherungen, Unternehmen, Fonds, Anleger – einer besseren Regulierung? Aus Sicht von Philipp J. Petry, Analyst der Erames GmbH, sind eine umfangreiche Informationsrecherche und die Früherkennung von betrügerischen Absichten der beste Gläubigerschutz: „Wenn Sie sich Fälle systematischer Wirtschaftskriminalität in Deutschland ansehen – meist haben die Kontrollmechanismen über Jahre hinweg versagt. Viele Betrugsmomente hätten mit entsprechenden Frühwarn- und Analysesystemen vermieden oder früher aufgedeckt werden können“. Petry hat sich darauf spezialisiert, Firmen zu identifizieren, deren Überbewertung von Managern bewusst gesteuert wird und zum Schaden für Shareholder und Kapitalgeber führen kann.
Gesetzliche und private Gläubigerschutzinstrumente Die Wirksamkeit der gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Instrumente des Gläubigerschutzes in Deutschland analysierte Prof. Dr. Ralf Sabiwalsky anhand von Fallbeispielen und empirischen Analysen sowie anhand eines Vergleichs des deutschen Kapitalerhaltungsprinzips mit dem US-amerikanischen System. Er kam dabei zu dem Schluss, dass „Gläubigerschutz anhand des Tatbestands betriebswirtschaftlich unangemessen hoher Verschuldung für das deutsche Rechtssystem Neuland“ ist. Wolfgang Essler zeigte auf, inwieweit Gutachten unabhängiger Sachverständiger, sogenannte Fairness und Solvency Opinions, geeignet sind, um die rechtliche Situation der Anspruchsteller zu verbessern. Diese Instrumente können zwar Informationsasymmetrien zwischen Kapitalgebern und Unternehmensmanagement nicht vollständig eliminieren, bilden aber eine Grundlage zur Abbildung von Insolvenzrisiken und zur Beurteilung der Angemessenheit einer angebotenen Leistung im Rahmen einer Transaktion. „Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise hat das Bewusstsein für Fairness und Solvency Opinions geschärft“, so Wolfgang Essler. „Wir erwarten daher, dass private Gläubigerschutzinstrumente bei zukünftigen Transaktionen eine zunehmend wichtige Rolle spielen werden“.
Von links:
Dr. Iris Uhlmann, CFA
Dr. Wolfgang Essler, Director von Duff & Phelps
Dr. Kerstin Dodel, CFA
Philipp J. Petry, Analyst der Erames GmbH
Prof. Dr. Ralf Sabiwalsky, Institut für Bank und Finanzwirtschaft, Freie Universität Berlin
Jan Altmann, German CFA Society, Geschäftsführer
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